Rechtfertigung des Aufwands
Auf Englisch: Effort justification
Die Neigung, ein Ergebnis höher zu schätzen, weil wir hart dafür gearbeitet oder gelitten haben. Das lindert das unangenehme Gefühl, die Mühe könnte umsonst gewesen sein.
Im Alltag
Mitglieder eines Clubs mit hartem Aufnahmeritual bewerten den Club oft besser als Mitglieder, die mühelos hineingekommen sind.
Nachdem du vier Stunden für den berühmten Burger eines Restaurants angestanden hast, schwärmst du, es sei der beste deines Lebens. Ein Freund, der ohne Wartezeit hineinkam, fand ihn ganz gewöhnlich.
Warum dein Kopf das tut
Um überhaupt zu handeln, müssen wir ein Stück weit glauben, dass unsere Entscheidungen zählen und dass wir sie auch umsetzen können. Ein wenig zusätzliche Zuversicht bringt uns in Gang, hält uns nach Rückschlägen bei der Stange und schützt unser Selbstwertgefühl und unser Ansehen in der Gruppe.
Die Familie in 30 Sekunden: Mut zum Handeln
Woran du es erkennst
Frag dich, ob du das Ergebnis genauso schätzen würdest, wenn man es dir einfach geschenkt hätte.
Was dagegen hilft
Beurteile das Ergebnis im Vergleich mit den Alternativen, und lass deinen Aufwand bei der Bewertung außen vor.
Gleiche Familie: Mut zum Handeln
- Selbstüberschätzung
- Soziale Erwünschtheit
- Third-Person-Effekt
- False-Consensus-Effekt
- Schwer-leicht-Effekt
- Lake-Wobegon-Effekt
- Dunning-Kruger-Effekt
- Egozentrische Verzerrung
- Optimismus-Verzerrung
- Forer-Effekt
- Barnum-Effekt
- Selbstwertdienliche Verzerrung
- Akteur-Beobachter-Divergenz
- Kontrollillusion
- Illusorische Überlegenheit
- Fundamentaler Attributionsfehler
- Hypothese defensiver Attribution
- Eigenschafts-Zuschreibungsfehler
- Rechtfertigung des Aufwands
- Risikokompensation
- Peltzman-Effekt
QuellenAronson & Mills (1959)·Wikipedia