Atlas kognitiver Verzerrungen

Schwer-leicht-Effekt

Auf Englisch: Hard-easy effect

Die Neigung, uns bei schweren Aufgaben zu überschätzen und bei leichten zu unterschätzen. Unser Gefühl dafür, wie gut wir abgeschnitten haben, passt sich zu wenig daran an, wie schwierig die Aufgabe wirklich war.

Manche Forschende argumentieren, dass ein großer Teil dieses Musters auf die Art zurückgeht, wie subjektive Sicherheit und Genauigkeit gemessen werden. Wie groß der tatsächliche Effekt ist, bleibt daher umstritten.

Im Alltag

Ein Student hat nach einer brutalen Klausur in Analysis ein gutes Gefühl und schneidet schlecht ab. Vor einem einfachen Test macht er sich dann Sorgen und besteht ihn mit Bestnote.

Du bist sicher, dass du ein hartes Vorstellungsgespräch voller technischer Knobelaufgaben gemeistert hast, bangst aber um ein kurzes, einfaches Telefoninterview. Die Ergebnisse fallen genau umgekehrt aus.

Warum dein Kopf das tut

Um überhaupt zu handeln, müssen wir ein Stück weit glauben, dass unsere Entscheidungen zählen und dass wir sie auch umsetzen können. Ein wenig zusätzliche Zuversicht bringt uns in Gang, hält uns nach Rückschlägen bei der Stange und schützt unser Selbstwertgefühl und unser Ansehen in der Gruppe.

Die Familie in 30 Sekunden: Mut zum Handeln

Woran du es erkennst

Achte darauf, ob dein Bauchgefühl zu einem Ergebnis ungefähr gleich bleibt, ganz egal, wie anspruchsvoll die Aufgabe war.

Was dagegen hilft

Schraub deine Zuversicht bei schweren Aufgaben bewusst eine Stufe herunter, und trau dir bei leichten mehr zu.

Gleiche Familie: Mut zum Handeln

QuellenLichtenstein & Fischhoff (1977)Wikipedia

Atlas kognitiver Verzerrungen

Kognitive Verzerrung · Mut zum Handeln

Schwer-leicht-Effekt

Die Neigung, uns bei schweren Aufgaben zu überschätzen und bei leichten zu unterschätzen. Unser Gefühl dafür, wie gut wir abgeschnitten haben, passt sich zu wenig daran an, wie schwierig die Aufgabe wirklich war.