Atlas kognitiver Verzerrungen

Akteur-Beobachter-Divergenz

Auf Englisch: Actor-observer bias

Die Neigung, unser eigenes Handeln mit der Situation zu erklären, das Handeln anderer aber mit ihrem Charakter. Sie ist eng mit dem fundamentalen Attributionsfehler verwandt.

Eine große Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2006 über 173 Studien ergab, dass diese Asymmetrie insgesamt nahe null liegt: Bei negativen Ereignissen trat sie auf, bei positiven kehrte sie sich um.

Im Alltag

Wenn du die Kassiererin anfährst, liegt das an deinem furchtbaren Tag. Wenn sie dich anfährt, ist sie einfach unhöflich.

Du kommst zu spät zu einer Besprechung und erklärst, der Verkehr sei furchtbar gewesen. Als ein Kollege am nächsten Tag zu spät kommt, steht für dich fest: Er ist einfach chaotisch.

Warum dein Kopf das tut

Um überhaupt zu handeln, müssen wir ein Stück weit glauben, dass unsere Entscheidungen zählen und dass wir sie auch umsetzen können. Ein wenig zusätzliche Zuversicht bringt uns in Gang, hält uns nach Rückschlägen bei der Stange und schützt unser Selbstwertgefühl und unser Ansehen in der Gruppe.

Die Familie in 30 Sekunden: Mut zum Handeln

Woran du es erkennst

Achte darauf, wenn du dich selbst mit den Umständen entschuldigst, anderen aber ein Etikett verpasst.

Was dagegen hilft

Wenn du jemanden beurteilst, frag dich, welche Erklärung du hättest, wenn du genau dasselbe getan hättest.

Gleiche Familie: Mut zum Handeln

QuellenMalle (2006)Wikipedia

Atlas kognitiver Verzerrungen

Kognitive Verzerrung · Mut zum Handeln

Akteur-Beobachter-Divergenz

Die Neigung, unser eigenes Handeln mit der Situation zu erklären, das Handeln anderer aber mit ihrem Charakter. Sie ist eng mit dem fundamentalen Attributionsfehler verwandt.