Eigenschafts-Zuschreibungsfehler
Auf Englisch: Trait ascription bias
Die Neigung, uns selbst in Persönlichkeit, Stimmung und Verhalten als flexibel und wandelbar zu sehen, andere dagegen als festgelegt und berechenbar.
Im Alltag
Lena sagt, ihre Stimmung hänge vom Tag ab, beschreibt einen Kollegen aber als „immer negativ“.
Sollst du dich selbst beschreiben, sagst du: „Kommt auf die Situation an.“ Deine Schwester dagegen fasst du in drei festen Worten zusammen: stur, laut und fröhlich.
Warum dein Kopf das tut
Um überhaupt zu handeln, müssen wir ein Stück weit glauben, dass unsere Entscheidungen zählen und dass wir sie auch umsetzen können. Ein wenig zusätzliche Zuversicht bringt uns in Gang, hält uns nach Rückschlägen bei der Stange und schützt unser Selbstwertgefühl und unser Ansehen in der Gruppe.
Die Familie in 30 Sekunden: Mut zum Handeln
Woran du es erkennst
Achte darauf, wenn du andere mit festen Etiketten beschreibst, dich selbst aber mit „Kommt drauf an“.
Was dagegen hilft
Wenn du jemandem ein Etikett anheftest, erinnere dich an eine konkrete Situation, in der die Person ganz anders gehandelt hat.
Gleiche Familie: Mut zum Handeln
- Selbstüberschätzung
- Soziale Erwünschtheit
- Third-Person-Effekt
- False-Consensus-Effekt
- Schwer-leicht-Effekt
- Lake-Wobegon-Effekt
- Dunning-Kruger-Effekt
- Egozentrische Verzerrung
- Optimismus-Verzerrung
- Forer-Effekt
- Barnum-Effekt
- Selbstwertdienliche Verzerrung
- Akteur-Beobachter-Divergenz
- Kontrollillusion
- Illusorische Überlegenheit
- Fundamentaler Attributionsfehler
- Hypothese defensiver Attribution
- Eigenschafts-Zuschreibungsfehler
- Rechtfertigung des Aufwands
- Risikokompensation
- Peltzman-Effekt
QuellenKammer (1982)·Wikipedia