Egozentrische Verzerrung
Auf Englisch: Egocentric bias
Die Neigung, uns zu sehr auf unsere eigene Sichtweise zu verlassen. Dazu gehört auch, dass wir unseren Anteil an gemeinsamen Erlebnissen größer oder besser in Erinnerung haben, als er war.
Im Alltag
Jonas und Lukas teilen sich eine Wohnung, und jeder von beiden glaubt, etwa zwei Drittel der Hausarbeit zu erledigen. Zusammen ergibt das mehr als das Ganze.
Nach einem Gruppenprojekt erzählst du deinem Partner, du hättest den Großteil der harten Arbeit gemacht. Dann erfährst du, dass jedes deiner drei Teammitglieder insgeheim dasselbe von sich behauptet hat.
Warum dein Kopf das tut
Um überhaupt zu handeln, müssen wir ein Stück weit glauben, dass unsere Entscheidungen zählen und dass wir sie auch umsetzen können. Ein wenig zusätzliche Zuversicht bringt uns in Gang, hält uns nach Rückschlägen bei der Stange und schützt unser Selbstwertgefühl und unser Ansehen in der Gruppe.
Die Familie in 30 Sekunden: Mut zum Handeln
Woran du es erkennst
Achte darauf, wenn du in deiner Schilderung einer gemeinsamen Leistung weit öfter vorkommst als alle anderen.
Was dagegen hilft
Bevor du Lob für dich beanspruchst, liste genau auf, was jede andere Person beigetragen hat, als würdest du ihre Beurteilung schreiben.
Gleiche Familie: Mut zum Handeln
- Selbstüberschätzung
- Soziale Erwünschtheit
- Third-Person-Effekt
- False-Consensus-Effekt
- Schwer-leicht-Effekt
- Lake-Wobegon-Effekt
- Dunning-Kruger-Effekt
- Egozentrische Verzerrung
- Optimismus-Verzerrung
- Forer-Effekt
- Barnum-Effekt
- Selbstwertdienliche Verzerrung
- Akteur-Beobachter-Divergenz
- Kontrollillusion
- Illusorische Überlegenheit
- Fundamentaler Attributionsfehler
- Hypothese defensiver Attribution
- Eigenschafts-Zuschreibungsfehler
- Rechtfertigung des Aufwands
- Risikokompensation
- Peltzman-Effekt
QuellenRoss & Sicoly (1979)·Wikipedia