Gefühlsüberschätzung
Auf Englisch: Impact bias
Bei der Gefühlsüberschätzung meint man, künftige Ereignisse würden die eigenen Gefühle stärker und länger beeinflussen, als sie es dann tun. Menschen gewöhnen sich an gute wie an schlechte Nachrichten schneller, als sie erwarten.
Im Alltag
Eine Abiturientin glaubt, eine Absage ihrer Wunsch-Uni würde sie jahrelang unglücklich machen, doch nach ein paar Monaten geht es ihr gut.
Du bist sicher, dass der Umzug in ein Haus mit Pool dich jahrelang jeden einzelnen Tag glücklich machen wird. Doch schon im zweiten Sommer ist der Pool einfach ein Teil des Hauses wie jeder andere.
Warum dein Kopf das tut
Sich Vergangenheit und Zukunft vorzustellen, ist schwer, also nimmt das Gehirn die Gegenwart als Schablone. Anzunehmen, dass alles ungefähr so bleibt, wie es ist, ist eine schnelle und meist brauchbare Richtschnur. Und wer Ereignisse im Nachhinein deutet, kann daraus lernen und hat das Gefühl, die Dinge im Griff zu haben.
Die Familie in 30 Sekunden: Von sich ausgehen
Woran du es erkennst
Frag dich, wie du dich ein paar Monate nach einem ähnlich großen Ereignis in deinem Leben tatsächlich gefühlt hast.
Was dagegen hilft
Denk daran, dass sich Gefühle meist wieder auf dein normales Niveau einpendeln, und überleg, welche alltäglichen Dinge gleich bleiben werden.
Gleiche Familie: Von sich ausgehen
QuellenGilbert et al. (1998)·Wikipedia