Selbstkonsistenz-Verzerrung
Auch bekannt als Konsistenzverzerrung
Auf Englisch: Self-consistency bias
Bei der Selbstkonsistenz-Verzerrung erinnert man sich an frühere Einstellungen und frühere Verhaltensweisen, als wären sie den heutigen ähnlicher gewesen, als sie es wirklich waren. Still und leise schreiben wir unsere eigene Geschichte um, sodass es scheint, als wären wir immer dieselben gewesen.
Im Alltag
Max befürwortet heute eine politische Maßnahme und ist überzeugt, das schon immer getan zu haben, obwohl er vor ein paar Jahren noch dagegen argumentiert hat.
Jetzt, wo du scharfes Essen liebst, erzählst du Freunden, das sei schon immer so gewesen, bis deine Schwester dich daran erinnert, dass du als Teenager alles verweigert hast, was schärfer war als Ketchup.
Warum dein Kopf das tut
Sich Vergangenheit und Zukunft vorzustellen, ist schwer, also nimmt das Gehirn die Gegenwart als Schablone. Anzunehmen, dass alles ungefähr so bleibt, wie es ist, ist eine schnelle und meist brauchbare Richtschnur. Und wer Ereignisse im Nachhinein deutet, kann daraus lernen und hat das Gefühl, die Dinge im Griff zu haben.
Die Familie in 30 Sekunden: Von sich ausgehen
Woran du es erkennst
Frag dich, ob du Belege dafür hast, was du damals wirklich gedacht hast, oder ob du nur deine heutige Sicht in die Vergangenheit zurückprojizierst.
Was dagegen hilft
Lies alte Tagebücher, E-Mails oder Nachrichten noch einmal, um zu sehen, wie sich deine Ansichten mit der Zeit wirklich verändert haben.