Atlas kognitiver Verzerrungen

Portionseffekt

Auf Englisch: Unit bias

Die Neigung, eine Portion, ein Stück oder eine Packung als die richtige Menge zu betrachten, die man aufisst, ganz gleich, wie groß sie ist. Was als einzelne Packung vor uns liegt, machen wir meist leer.

Im Alltag

Aus einer Schale mit Gratis-Süßigkeiten nehmen sich Menschen deutlich mehr, wenn ein großer Löffel darin liegt statt eines kleinen, weil sich ein Löffel voll wie die richtige Menge anfühlt.

Im Kino futterst du eine ganze Riesentüte Süßigkeiten leer, obwohl dich eine kleine Packung genauso zufrieden gemacht hätte.

Warum dein Kopf das tut

Was wir anfangen, auch zu beenden, ist meist eine gute Strategie: Ein Gehirn, das bei jedem Hindernis aufgäbe, würde nie etwas fertig bekommen. Dass wir schätzen, was wir schon haben, was wir aufgebaut und wofür wir gearbeitet haben, hält uns bei der Stange und schützt unsere Ressourcen. Ein Verlust kann mehr schmerzen, als ein gleich großer Gewinn uns nützt, also ergibt Vorsicht bei Verlusten oft Sinn.

Die Familie in 30 Sekunden: Begonnenes beenden

Woran du es erkennst

Achte darauf, ob du aufhörst, weil die Packung leer ist, und nicht, weil du genug hast.

Was dagegen hilft

Nimm dir kleinere Portionen, oder teile große Packungen auf, bevor du anfängst.

Gleiche Familie: Begonnenes beenden

QuellenGeier, Rozin & Doros (2006)Wikipedia

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Kognitive Verzerrung · Begonnenes beenden

Portionseffekt

Die Neigung, eine Portion, ein Stück oder eine Packung als die richtige Menge zu betrachten, die man aufisst, ganz gleich, wie groß sie ist. Was als einzelne Packung vor uns liegt, machen wir meist leer.