Versunkene-Kosten-Falle
Auf Englisch: Sunk cost fallacy
Die Neigung, an etwas festzuhalten, weil wir schon Zeit, Geld oder Mühe hineingesteckt haben, auch wenn das Weitermachen mehr kostet, als es bringt. Was schon ausgegeben ist, bekommen wir nicht zurück, also sollte es künftige Entscheidungen nicht lenken.
Im Alltag
Du sitzt ein langweiliges, teures Konzert bis zum letzten Ton ab, weil die Karten so viel gekostet haben.
Du bist bei der Hälfte eines 600-seitigen Romans, der dir seit dem zweiten Kapitel nicht gefällt, und quälst dich bis zum Ende, weil du schon so viele Abende damit verbracht hast.
Warum dein Kopf das tut
Was wir anfangen, auch zu beenden, ist meist eine gute Strategie: Ein Gehirn, das bei jedem Hindernis aufgäbe, würde nie etwas fertig bekommen. Dass wir schätzen, was wir schon haben, was wir aufgebaut und wofür wir gearbeitet haben, hält uns bei der Stange und schützt unsere Ressourcen. Ein Verlust kann mehr schmerzen, als ein gleich großer Gewinn uns nützt, also ergibt Vorsicht bei Verlusten oft Sinn.
Woran du es erkennst
Frag dich, ob du heute damit anfangen würdest, mit allem, was du jetzt weißt.
Was dagegen hilft
Entscheide nur nach künftigen Kosten und Nutzen, und betrachte das bereits Ausgegebene als ohnehin verloren.
Gleiche Familie: Begonnenes beenden
QuellenArkes & Blumer (1985)·Wikipedia