Atlas kognitiver Verzerrungen

Positivitätseffekt

Auf Englisch: Positivity effect

Der Positivitätseffekt ist die mit dem Alter wachsende Neigung, positiven Informationen mehr Aufmerksamkeit zu schenken als negativen und sie sich besser zu merken. Das kann dem Wohlbefinden guttun, aber auch dazu führen, dass wir Warnungen übersehen.

Im Alltag

Zeigt man Menschen eine Mischung aus fröhlichen und traurigen Bildern, behalten Ältere meist mehr von den fröhlichen als Jüngere.

Nach seiner jährlichen Vorsorgeuntersuchung erzählt dir dein 70-jähriger Vater nur von seinen guten Cholesterinwerten. Die Warnung der Ärztin wegen seines Blutdrucks hat er schon vergessen.

Warum dein Kopf das tut

Menschen und Dingen zu vertrauen, die wir kennen, ist meist sicher: Vertrautheit heißt, dass wir schon mit ihnen zu tun hatten, ohne Schaden zu nehmen. Die eigene Gruppe zu bevorzugen, half unseren Vorfahren, mit den Menschen zusammenzuarbeiten, auf die sie angewiesen waren. Und wer mag, was nah und bekannt ist, spart sich die Mühe, alles von Grund auf neu zu beurteilen.

Die Familie in 30 Sekunden: Vertrautes ist besser

Woran du es erkennst

Frag dich, ob du den Warnzeichen genauso viel Aufmerksamkeit geschenkt hast wie den guten Nachrichten.

Was dagegen hilft

Schreib Risiken und Nachteile ausdrücklich auf, damit sie neben den Vorteilen sichtbar bleiben.

Gleiche Familie: Vertrautes ist besser

QuellenMather & Carstensen (2005)Wikipedia

Atlas kognitiver Verzerrungen

Kognitive Verzerrung · Vertrautes ist besser

Positivitätseffekt

Der Positivitätseffekt ist die mit dem Alter wachsende Neigung, positiven Informationen mehr Aufmerksamkeit zu schenken als negativen und sie sich besser zu merken. Das kann dem Wohlbefinden guttun, aber auch dazu führen, dass wir Warnungen übersehen.