Atlas kognitiver Verzerrungen

Fremdgruppen-Homogenitätseffekt

Auf Englisch: Out-group homogeneity bias

Beim Fremdgruppen-Homogenitätseffekt erscheinen einem die Mitglieder anderer Gruppen alle gleich, die Mitglieder der eigenen Gruppe dagegen als ganz unterschiedliche Persönlichkeiten.

Im Alltag

Ein älterer Mensch sagt: „Teenager sind doch alle gleich“, und beschreibt zugleich seine eigenen Freunde als grundverschieden.

Die Leute bei der Konkurrenz beschreibst du als „Konzernroboter, die alle gleich denken“, dein eigenes Team dagegen als bunte Mischung ganz verschiedener Typen.

Warum dein Kopf das tut

Menschen und Dingen zu vertrauen, die wir kennen, ist meist sicher: Vertrautheit heißt, dass wir schon mit ihnen zu tun hatten, ohne Schaden zu nehmen. Die eigene Gruppe zu bevorzugen, half unseren Vorfahren, mit den Menschen zusammenzuarbeiten, auf die sie angewiesen waren. Und wer mag, was nah und bekannt ist, spart sich die Mühe, alles von Grund auf neu zu beurteilen.

Die Familie in 30 Sekunden: Vertrautes ist besser

Woran du es erkennst

Achte darauf, wann du über eine andere Gruppe „Die sind alle …“ sagst und über deine eigene „Wir sind alle verschieden“.

Was dagegen hilft

Versuch, drei Dinge zu nennen, in denen sich Mitglieder der anderen Gruppe voneinander unterscheiden.

Gleiche Familie: Vertrautes ist besser

QuellenQuattrone & Jones (1980)Wikipedia

Atlas kognitiver Verzerrungen

Kognitive Verzerrung · Vertrautes ist besser

Fremdgruppen-Homogenitätseffekt

Beim Fremdgruppen-Homogenitätseffekt erscheinen einem die Mitglieder anderer Gruppen alle gleich, die Mitglieder der eigenen Gruppe dagegen als ganz unterschiedliche Persönlichkeiten.