Atlas kognitiver Verzerrungen

Halo-Effekt

Auf Englisch: Halo effect

Beim Halo-Effekt prägt eine einzige positive Eigenschaft, etwa gutes Aussehen oder Charme, das Urteil über ganz andere Eigenschaften eines Menschen. Das Gegenstück, bei dem eine schlechte Eigenschaft alles einfärbt, nennt man manchmal Horn-Effekt.

Im Alltag

In Experimenten, in denen Versuchspersonen Geschworene spielen, urteilen sie über attraktive Angeklagte meist etwas milder, obwohl das Aussehen nichts über Schuld aussagt.

Weil ein neuer Kollege witzig und gut gekleidet ist, nimmst du an, dass er auch mit Budgets umgehen kann, und übergibst ihm das Finanzprojekt, ohne seine Erfahrung zu prüfen.

Warum dein Kopf das tut

Menschen und Dingen zu vertrauen, die wir kennen, ist meist sicher: Vertrautheit heißt, dass wir schon mit ihnen zu tun hatten, ohne Schaden zu nehmen. Die eigene Gruppe zu bevorzugen, half unseren Vorfahren, mit den Menschen zusammenzuarbeiten, auf die sie angewiesen waren. Und wer mag, was nah und bekannt ist, spart sich die Mühe, alles von Grund auf neu zu beurteilen.

Woran du es erkennst

Frag dich, ob die Eigenschaft, die du bewunderst, überhaupt etwas mit dem zu tun hat, was du gerade beurteilst.

Was dagegen hilft

Bewerte jede Eigenschaft, die dir wichtig ist, einzeln und mit konkreten Belegen.

Gleiche Familie: Vertrautes ist besser

QuellenThorndike (1920)Wikipedia

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Kognitive Verzerrung · Vertrautes ist besser

Halo-Effekt

Beim Halo-Effekt prägt eine einzige positive Eigenschaft, etwa gutes Aussehen oder Charme, das Urteil über ganz andere Eigenschaften eines Menschen. Das Gegenstück, bei dem eine schlechte Eigenschaft alles einfärbt, nennt man manchmal Horn-Effekt.