Atlas kognitiver Verzerrungen

Cheerleader-Effekt

Auch bekannt als Gruppen-Attraktivitätseffekt

Auf Englisch: Cheerleader effect

Der Cheerleader-Effekt beschreibt, dass Menschen in einer Gruppe attraktiver wirken als allein. Eine Erklärung: Das Gehirn bildet aus den Gesichtern einer Gruppe einen Durchschnitt, und gemittelte Gesichter wirken meist ansprechender.

Laborstudien zeigen nur ein kleines Plus bei der eingeschätzten Attraktivität, und in der Forschung ist noch umstritten, wie verlässlich der Effekt ist und was ihn verursacht.

Im Alltag

Die fünf Mitglieder einer Band sehen zusammen auf der Bühne etwas besser aus als jedes einzeln im Interview.

In einer Dating-App wirkt jemand auf einem Foto mit vier Freunden ziemlich attraktiv, auf den Einzelbildern dann aber etwas gewöhnlicher.

Warum dein Kopf das tut

Menschen und Dingen zu vertrauen, die wir kennen, ist meist sicher: Vertrautheit heißt, dass wir schon mit ihnen zu tun hatten, ohne Schaden zu nehmen. Die eigene Gruppe zu bevorzugen, half unseren Vorfahren, mit den Menschen zusammenzuarbeiten, auf die sie angewiesen waren. Und wer mag, was nah und bekannt ist, spart sich die Mühe, alles von Grund auf neu zu beurteilen.

Die Familie in 30 Sekunden: Vertrautes ist besser

Woran du es erkennst

Frag dich, ob du die Person genauso umwerfend fändest, wenn du sie allein sähest.

Was dagegen hilft

Schau dir Einzelfotos an oder triff Menschen allein, bevor du dir ein Urteil über ihr Aussehen bildest.

Gleiche Familie: Vertrautes ist besser

QuellenWalker & Vul (2014)Wikipedia

Atlas kognitiver Verzerrungen

Kognitive Verzerrung · Vertrautes ist besser

Cheerleader-Effekt

Der Cheerleader-Effekt beschreibt, dass Menschen in einer Gruppe attraktiver wirken als allein. Eine Erklärung: Das Gehirn bildet aus den Gesichtern einer Gruppe einen Durchschnitt, und gemittelte Gesichter wirken meist ansprechender.