Implizite Assoziationen
Auf Englisch: Implicit associations
Automatische Verknüpfungen zwischen zwei Vorstellungen im Gedächtnis, etwa zwischen einer Marke und einem Gefühl oder einer Gruppe und einer Eigenschaft. Sie prägen unsere schnellen Reaktionen, ohne dass wir es merken. Sie können von den Ansichten abweichen, die wir bewusst vertreten, und Forschende messen sie oft daran, wie schnell Menschen Wörter oder Bilder einander zuordnen.
In der Forschung ist noch umstritten, wie gut diese Reaktionszeittests verborgene Assoziationen messen und wie stark die Ergebnisse vorhersagen, was Menschen tatsächlich tun.
Im Alltag
Felix sagt, alle Marken seien gleich, greift im Supermarkt aber trotzdem zum vertrauten Logo, weil es in seinem Gedächtnis mit einem Gefühl von Sicherheit verknüpft ist.
In einem schnellen Sortierspiel reagierst du flotter, wenn sich Blumenbilder eine Taste mit angenehmen Wörtern teilen, als wenn Insektenbilder auf dieser Taste liegen. Dabei hast du gar nichts gegen Krabbeltiere.
Warum dein Kopf das tut
Wir könnten unmöglich die Einzelheiten jedes Menschen und jedes Ereignisses speichern, dem wir begegnen. Deshalb dampft das Gehirn Erfahrungen zu Kategorien und groben Zusammenfassungen ein. Mit ihnen können wir mit wenig Aufwand schnelle Vermutungen über neue Menschen und Situationen anstellen. Dass wir schlechte Erfahrungen festhalten, während alter Schmerz nachlässt, half uns außerdem, aus Gefahren zu lernen, ohne an ihnen zu zerbrechen.
Die Familie in 30 Sekunden: Verallgemeinern
Woran du es erkennst
Achte auf deine blitzschnelle Bauchreaktion auf ein Wort, ein Gesicht oder eine Marke, und frag dich, woher dieses Gefühl kommt.
Was dagegen hilft
Leg bei wichtigen Entscheidungen deine Kriterien vorher fest und bewerte jede Option danach. So hat dein erstes Bauchgefühl weniger zu sagen.
Gleiche Familie: Verallgemeinern
- Implizite Assoziationen
- Implizite Stereotype
- Stereotype Verzerrung
- Vorurteil
- Negativitätseffekt
- Verblassender Affekt