Atlas kognitiver Verzerrungen

Mere-Exposure-Effekt

Auch bekannt als Vertrautheitsprinzip

Auf Englisch: Mere exposure effect

Die Neigung, Dinge mehr zu mögen, nur weil wir ihnen schon einmal begegnet sind. Wiederholter Kontakt lässt etwas sicher und angenehm wirken, auch ohne neue Informationen darüber.

Im Alltag

Ein Song, der dich beim ersten Hören genervt hat, gefällt dir allmählich, nachdem er jeden Morgen im Radio lief.

Für ein Projekt suchst du dir jemanden zur Zusammenarbeit aus. Du nimmst den Kollegen, mit dem du nie richtig gesprochen hast, dem du aber täglich im Flur begegnest, statt einer ebenso fähigen Unbekannten aus einem anderen Büro.

Warum dein Kopf das tut

Wir nehmen weit mehr auf, als wir verarbeiten können. Deshalb nutzt das Gehirn das, was im Gedächtnis gerade aktiv ist, als Filter. Was uns kürzlich, häufig oder mit starken Gefühlen begegnet ist, wird wahrscheinlich wieder wichtig, und es nach vorn zu holen, spart Zeit und Mühe.

Die Familie in 30 Sekunden: Priming und Wiederholung

Woran du es erkennst

Achte darauf, ob deine Vorliebe für eine Marke, eine Person oder eine Idee vor allem darauf beruht, dass du sie oft gesehen hast.

Was dagegen hilft

Vergleiche Optionen anhand konkreter Kriterien, die du vorher aufschreibst, damit bloßes Wiedererkennen nicht den Ausschlag geben kann.

Gleiche Familie: Priming und Wiederholung

QuellenZajonc (1968)Wikipedia

Atlas kognitiver Verzerrungen

Kognitive Verzerrung · Priming und Wiederholung

Mere-Exposure-Effekt

Die Neigung, Dinge mehr zu mögen, nur weil wir ihnen schon einmal begegnet sind. Wiederholter Kontakt lässt etwas sicher und angenehm wirken, auch ohne neue Informationen darüber.