Atlas kognitiver Verzerrungen

Ignorieren der Stichprobengröße

Auf Englisch: Insensitivity to sample size

Beim Ignorieren der Stichprobengröße beurteilen wir ein Ergebnis, ohne zu fragen, auf wie vielen Fällen es beruht. Kleine Gruppen schlagen viel häufiger ins Extreme aus als große, und trotzdem halten wir ihre Ergebnisse für genauso verlässlich.

Im Alltag

Wenn eine winzige und eine riesige Schule beide ungewöhnlich gute Testergebnisse melden, sind die Leute von beiden gleich beeindruckt. Dabei ist das Ergebnis der kleinen Schule viel eher ein Zufallstreffer.

Du wählst ein Restaurant, weil es im Schnitt perfekte fünf Sterne hat, und übersiehst, dass es nur drei Bewertungen sind. Das Lokal nebenan hat 4,6 Sterne bei zweitausend Bewertungen.

Warum dein Kopf das tut

Unsere Vorfahren überlebten, weil sie Muster schnell erkannten: Raschelndes Gras konnte ein Raubtier bedeuten, dunkle Wolken bedeuteten Regen. Wer Lücken mit einer plausiblen Geschichte füllt, kann auch mit wenig Information handeln, statt zu erstarren. Ein Gehirn, das manchmal ein Muster sieht, wo keines ist, verliert weniger als eines, das eine echte Gefahr übersieht.

Die Familie in 30 Sekunden: Geschichten und Muster

Woran du es erkennst

Frag dich, auf wie vielen Fällen ein Ergebnis beruht, bevor du entscheidest, wie sehr es dich beeindrucken soll.

Was dagegen hilft

Such hinter jedem Durchschnitt und jedem Prozentwert die Fallzahl und gib Ergebnissen aus kleinen Zahlen deutlich weniger Gewicht.

Gleiche Familie: Geschichten und Muster

QuellenKahneman & Tversky (1972)Wikipedia

Atlas kognitiver Verzerrungen

Kognitive Verzerrung · Geschichten und Muster

Ignorieren der Stichprobengröße

Beim Ignorieren der Stichprobengröße beurteilen wir ein Ergebnis, ohne zu fragen, auf wie vielen Fällen es beruht. Kleine Gruppen schlagen viel häufiger ins Extreme aus als große, und trotzdem halten wir ihre Ergebnisse für genauso verlässlich.