Atlas kognitiver Verzerrungen

Anekdotischer Fehlschluss

Auch bekannt als Anekdotische Evidenz

Auf Englisch: Anecdotal fallacy

Fehlschluss

Der anekdotische Fehlschluss nimmt eine persönliche Geschichte oder ein paar Beispiele als Beweis für eine allgemeine Behauptung und übergeht dabei die breitere Datenlage. Ein einzelner anschaulicher Fall kann überzeugender wirken als Statistiken, gerade bei emotionalen Themen wie Gesundheit, selbst wenn er ungewöhnlich ist.

Im Alltag

Jonas besteht darauf, dass Rauchen harmlos ist, denn sein Opa hat jeden Tag geraucht und ist 95 geworden.

Deine Cousine sagt, eine bestimmte Automarke tauge nichts, weil ihr Wagen zweimal liegen geblieben ist. Also streichst du die Marke von deiner Liste, obwohl sie in großen Halterbefragungen bei der Zuverlässigkeit ganz vorn liegt.

Warum dein Kopf das tut

Unsere Vorfahren überlebten, weil sie Muster schnell erkannten: Raschelndes Gras konnte ein Raubtier bedeuten, dunkle Wolken bedeuteten Regen. Wer Lücken mit einer plausiblen Geschichte füllt, kann auch mit wenig Information handeln, statt zu erstarren. Ein Gehirn, das manchmal ein Muster sieht, wo keines ist, verliert weniger als eines, das eine echte Gefahr übersieht.

Die Familie in 30 Sekunden: Geschichten und Muster

Woran du es erkennst

Achte darauf, ob dein Beleg mit „Ich kenne jemanden, der …“ oder „Mir ist das selbst passiert“ beginnt.

Was dagegen hilft

Frag, was die größere Datenlage sagt, und nimm eine einzelne Geschichte als Anlass, genauer hinzusehen, nie als Beweis.

Gleiche Familie: Geschichten und Muster

QuellenFreling et al. (2020)Wikipedia

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Fehlschluss · Geschichten und Muster

Anekdotischer Fehlschluss

Der anekdotische Fehlschluss nimmt eine persönliche Geschichte oder ein paar Beispiele als Beweis für eine allgemeine Behauptung und übergeht dabei die breitere Datenlage. Ein einzelner anschaulicher Fall kann überzeugender wirken als Statistiken, gerade bei emotionalen Themen wie Gesundheit, selbst wenn er ungewöhnlich ist.