Fehlschluss des maskierten Mannes
Auch bekannt als Intensionaler Fehlschluss
Auf Englisch: Masked man fallacy
Fehlschluss
Der Fehlschluss des maskierten Mannes ist ein Denkfehler: Man hält zwei Dinge nur deshalb für verschieden, weil man über sie Unterschiedliches glaubt. Benannt ist er nach dem Argument: Ich weiß, wer mein Vater ist. Ich weiß nicht, wer der maskierte Mann ist. Also ist der maskierte Mann nicht mein Vater.
Im Alltag
Jemand denkt: „Meiner Bank vertraue ich, und von der Firma hinter dieser App habe ich noch nie gehört, also kann die App nicht zu meiner Bank gehören.“ Tatsächlich gehört sie dazu.
Du bist überzeugt, dass deine Lieblingsautorin einen Krimi, der dir nicht gefallen hat, niemals geschrieben haben kann, denn den Namen auf dem Umschlag hast du noch nie gehört. Dann erfährst du, dass es ihr Pseudonym ist.
Warum dein Kopf das tut
Unsere Vorfahren überlebten, weil sie Muster schnell erkannten: Raschelndes Gras konnte ein Raubtier bedeuten, dunkle Wolken bedeuteten Regen. Wer Lücken mit einer plausiblen Geschichte füllt, kann auch mit wenig Information handeln, statt zu erstarren. Ein Gehirn, das manchmal ein Muster sieht, wo keines ist, verliert weniger als eines, das eine echte Gefahr übersieht.
Die Familie in 30 Sekunden: Geschichten und Muster
Woran du es erkennst
Achte auf den Moment, in dem aus „Über das eine denke ich dies, über das andere das“ ein „Also müssen es zwei verschiedene Dinge sein“ wird.
Was dagegen hilft
Trenne, was du über etwas weißt, von dem, was es tatsächlich ist, und prüfe, ob zwei Beschreibungen vielleicht dasselbe meinen.
Gleiche Familie: Geschichten und Muster
QuelleWikipedia