Atlas kognitiver Verzerrungen

Delmore-Effekt

Auf Englisch: Delmore effect

Die Neigung, uns für weniger wichtige Aufgaben klare, detaillierte Ziele zu setzen, während unsere wichtigsten Ziele vage bleiben. Große Ziele sind schwer und unangenehm zu fassen, also beschäftigen wir uns lieber mit den leichten.

Die Idee stammt aus einer einzigen Doktorarbeit, und seitdem wurde wenig dazu veröffentlicht. Betrachte sie also eher als Beobachtung denn als gesicherten Befund.

Im Alltag

Anna hat einen genauen Wochenplan, um ihren Kleiderschrank neu zu ordnen, aber nur eine verschwommene Vorstellung davon, „irgendwann mal beruflich etwas anderes zu machen“.

Auf deiner To-do-Liste steht eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für das Geburtstagsessen einer Freundin, aber deine wichtigste Lebenspriorität, „gesünder leben“, hat weder Plan noch Datum noch ersten Schritt.

Warum dein Kopf das tut

Einfache, klare Optionen versteht man schneller, und man kann leichter nach ihnen handeln. Wenn die Zeit knapp ist, zählt dieses Tempo. Bekannte Wahrscheinlichkeiten und vollständige Informationen fühlen sich sicherer an, weil wir damit vorhersagen können, was passieren wird. Die klare Option zu bevorzugen, erspart uns oft Mühe, die wir sonst an Rätsel verschwenden würden, die wir nicht lösen können.

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Woran du es erkennst

Frag dich, ob dein wichtigstes Ziel so konkret aufgeschrieben ist wie deine kleinsten.

Was dagegen hilft

Brich dein größtes Ziel auf einen konkreten nächsten Schritt mit Datum herunter.

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Kognitive Verzerrung · Einfach und vollständig

Delmore-Effekt

Die Neigung, uns für weniger wichtige Aufgaben klare, detaillierte Ziele zu setzen, während unsere wichtigsten Ziele vage bleiben. Große Ziele sind schwer und unangenehm zu fassen, also beschäftigen wir uns lieber mit den leichten.