Ambiguitätsaversion
Auch bekannt als Ambiguitätseffekt
Auf Englisch: Ambiguity bias
Die Neigung, Optionen zu meiden, bei denen die Chancen auf ein gutes Ergebnis unbekannt sind, und stattdessen Optionen mit bekannten Chancen zu wählen, selbst wenn die unbekannte Option besser sein könnte.
Im Alltag
Vor der Wahl zwischen einem Glas, in dem genau die Hälfte der Kugeln rot ist, und einem Glas mit unbekannter Mischung ziehen die meisten aus dem bekannten Glas, obwohl das andere genauso gut sein könnte.
Auf dem Jahrmarkt entscheidest du dich für die Losbude mit dem Schild „Jedes vierte Los gewinnt“ und nicht für die ohne Angabe zur Gewinnchance, obwohl du keinen Grund hast, die zweite für schlechter zu halten.
Warum dein Kopf das tut
Einfache, klare Optionen versteht man schneller, und man kann leichter nach ihnen handeln. Wenn die Zeit knapp ist, zählt dieses Tempo. Bekannte Wahrscheinlichkeiten und vollständige Informationen fühlen sich sicherer an, weil wir damit vorhersagen können, was passieren wird. Die klare Option zu bevorzugen, erspart uns oft Mühe, die wir sonst an Rätsel verschwenden würden, die wir nicht lösen können.
Die Familie in 30 Sekunden: Einfach und vollständig
Woran du es erkennst
Achte darauf, wenn fehlende Informationen der einzige Grund sind, aus dem du eine Option ablehnst.
Was dagegen hilft
Schätze eine grobe Spanne für die unbekannten Chancen, und vergleiche sie mit der bekannten Option.
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QuellenEllsberg (1961)·Wikipedia