Überzeugungsfehler
Auf Englisch: Belief bias
Die Neigung, ein Argument danach zu beurteilen, ob wir seiner Schlussfolgerung zustimmen, statt danach, ob seine Begründung trägt. Ein schwaches Argument wirkt stark, wenn uns seine Schlussfolgerung glaubhaft erscheint.
Im Alltag
Viele halten „Alle Blumen brauchen Wasser; Rosen brauchen Wasser; also sind Rosen Blumen“ für logisch, weil die Schlussfolgerung stimmt, obwohl die Argumentation nicht trägt.
Bei einer Debatte hältst du die Seite für „logischer“, die zu der Schlussfolgerung kommt, die du ohnehin vertrittst. Später zeigt eine Lehrerin, dass genau diese Seite eine klare Lücke in der Argumentation hatte, die Gegenseite aber nicht.
Warum dein Kopf das tut
Einfache, klare Optionen versteht man schneller, und man kann leichter nach ihnen handeln. Wenn die Zeit knapp ist, zählt dieses Tempo. Bekannte Wahrscheinlichkeiten und vollständige Informationen fühlen sich sicherer an, weil wir damit vorhersagen können, was passieren wird. Die klare Option zu bevorzugen, erspart uns oft Mühe, die wir sonst an Rätsel verschwenden würden, die wir nicht lösen können.
Die Familie in 30 Sekunden: Einfach und vollständig
Woran du es erkennst
Frag dich, ob du dieselbe Argumentation akzeptieren würdest, wenn sie zu einem Schluss führte, der dir nicht gefällt.
Was dagegen hilft
Prüf die Logik eines Arguments, indem du eine Schlussfolgerung einsetzt, die du ablehnst, und schaust, ob die Schritte dann noch funktionieren.