Atlas kognitiver Verzerrungen

Spacing-Effekt

Auf Englisch: Spacing effect

Gedächtniseffekt

Wir behalten Informationen besser und länger, wenn wir sie in mehreren kurzen, über die Zeit verteilten Einheiten lernen, als wenn wir dieselbe Lernzeit in eine einzige Sitzung pressen. Das ist ein nützlicher Gedächtniseffekt.

Im Alltag

Lena wiederholt eine Woche lang jeden Tag 15 Minuten Vokabeln. Beim Vokabeltest weiß sie mehr als ihr Mitschüler Lukas, der insgesamt genauso lange gelernt hat, aber alles am Abend davor.

Die neue Handynummer eines Freundes hast du dir eingeprägt, indem du eine Woche lang einmal am Tag draufgeschaut hast, und du kennst sie Monate später noch. Ein Code, den du 20-mal am Stück gepaukt hast, ist dagegen längst weg.

Warum dein Kopf das tut

Jedes Mal, wenn wir uns an etwas erinnern, setzt das Gedächtnis die Erinnerung neu zusammen. Dadurch können wir unser Wissen mit neuen Informationen auf den aktuellen Stand bringen. Zugleich wird eine Erinnerung jedes Mal fester, wenn wir sie hervorholen, und so ist das, worauf wir oft zurückkommen, am leichtesten greifbar. Unser Wissen bleibt dadurch aktuell, ohne dass wir von jedem Ereignis jede Fassung aufbewahren müssen.

Die Familie in 30 Sekunden: Bearbeitete Erinnerungen

Worauf du achten kannst

Achte darauf, wenn du vorhast, etwas Wichtiges in einem einzigen langen Durchgang zu pauken.

Was du tun kannst

Nutze diesen Effekt für dich: Wiederhole in kurzen Einheiten, verteilt über mehrere Tage, mit immer größeren Abständen dazwischen.

Gleiche Familie: Bearbeitete Erinnerungen

QuellenCepeda et al. (2006)Wikipedia

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Gedächtniseffekt · Bearbeitete Erinnerungen

Spacing-Effekt

Wir behalten Informationen besser und länger, wenn wir sie in mehreren kurzen, über die Zeit verteilten Einheiten lernen, als wenn wir dieselbe Lernzeit in eine einzige Sitzung pressen. Das ist ein nützlicher Gedächtniseffekt.