Framing-Effekt
Auf Englisch: Framing effect
Die Neigung, je nach Darstellung derselben Information unterschiedlich zu entscheiden, etwa wenn sie als Gewinn oder als Verlust präsentiert wird. Die Fakten bleiben gleich, nur die Formulierung ändert sich.
Im Alltag
Kunden greifen lieber zu Rinderhack mit der Aufschrift „80 % mager“ als zu einem mit „20 % Fett“, obwohl beide identisch sind.
Eine Chirurgin sagt dir, dass neun von zehn Patienten eine Operation überleben, und du stimmst zu. Ein zweiter Arzt sagt, dass einer von zehn daran stirbt, und du zögerst.
Warum dein Kopf das tut
Unsere Sinne und unser Urteil arbeiten mit Vergleichen. Unterschiede zu einem Ausgangspunkt oder zum unmittelbar Vorherigen zu bemerken, geht schneller und kostet weniger Kraft, als Dinge absolut zu messen, und oft sind es gerade Veränderungen, die eine Gefahr oder eine Chance anzeigen.
Woran du es erkennst
Frag dich, wie du dich fühlen würdest, wenn dieselben Fakten genau andersherum beschrieben würden.
Was dagegen hilft
Formuliere die entscheidende Tatsache auf beide Arten, etwa als Erfolgsquote und als Misserfolgsquote, bevor du entscheidest.