Illusion äußerer Steuerung
Auf Englisch: Illusion of external agency
Bei der Illusion äußerer Steuerung glaubt man, eine Vorliebe oder ein gutes Gefühl, das man selbst hervorgebracht hat, gehe auf eine weise Kraft von außen zurück, etwa auf das Schicksal, eine Expertin oder einen Ratgeber. Wir unterschätzen, wie sehr sich unser eigener Kopf anpasst, um das Beste aus einer Lage zu machen.
Im Alltag
Nachdem ihre zugeteilte Mitbewohnerin im Wohnheim eine enge Freundin geworden ist, lobt Lena das Studierendenwerk für die geniale Zuteilung. Dabei hat sie die Person, mit der sie zusammenwohnt, einfach lieb gewonnen.
Du lernst das Auto lieben, zu dem dich ein Verkäufer gelenkt hat, und schreibst das seinem erstaunlichen Gespür für deine Bedürfnisse zu, obwohl du das andere Modell vermutlich genauso ins Herz geschlossen hättest.
Warum dein Kopf das tut
Das Zusammenleben hängt davon ab, dass wir erraten, was andere denken und fühlen. Den eigenen Kopf als Modell für andere zu nehmen, geht schnell und liegt oft ungefähr richtig, denn Menschen haben viel gemeinsam. So konnten unsere Vorfahren abschätzen, was Freunde und Rivalen tun würden, ohne erst fragen zu müssen.
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Woran du es erkennst
Frag dich, ob die Quelle von außen wirklich wusste, was das Beste ist, oder ob du dich angepasst und das Ergebnis lieb gewonnen hast.
Was dagegen hilft
Denk daran, dass du mit den meisten vernünftigen Ergebnissen mit der Zeit zufrieden wirst, und rechne dir einen Teil des Verdienstes selbst an.
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QuelleGilbert et al. (2000)