Stückelungseffekt
Auf Englisch: Denomination effect
Der Stückelungseffekt besagt, dass wir Geld weniger bereitwillig ausgeben, wenn wir es in großen Scheinen haben, als wenn wir denselben Betrag in kleinen Scheinen oder Münzen besitzen. Ist ein großer Schein erst einmal gewechselt, fällt das Ausgeben leichter.
Im Alltag
Wer fünf Ein-Euro-Münzen in der Tasche hat, gibt sie eher für Süßigkeiten aus als jemand mit einem einzigen Fünf-Euro-Schein.
Du trägst die ganze Woche einen 50-Euro-Schein mit dir herum, ohne ihn anzurühren. Doch an dem Tag, an dem du das Wechselgeld in lauter Fünfern zurückbekommst, kaufst du Snacks und Kaffees, die du dir sonst sparen würdest.
Warum dein Kopf das tut
Unser Gehirn kommt mit kleinen, greifbaren Mengen gut zurecht, tut sich aber schwer mit großen Zahlen, Brüchen und Wahrscheinlichkeiten. Runden, Gruppieren und Etikettieren erlauben schnelle Entscheidungen, ohne dass wir rechnen müssen. Für die meisten Entscheidungen im Alltag reicht eine grobe Antwort.
Die Familie in 30 Sekunden: Einfachere Zahlen
Woran du es erkennst
Achte darauf, ob dir Münzen, kleine Scheine oder Gutscheine lockerer sitzen als derselbe Betrag in einem großen Schein.
Was dagegen hilft
Nutze den Effekt zu deinem Vorteil: Wenn du sparen willst, bewahre dein Bargeld in großen Scheinen auf, die du nur ungern anbrichst.