Mentale Buchführung
Auf Englisch: Mental accounting
Mentale Buchführung heißt, Geld unterschiedlich zu behandeln, je nachdem, woher es stammt oder zu welchem gedanklichen „Budget“ es gehört, obwohl jeder Euro gleich viel wert ist. Das kann beim Haushalten helfen, führt aber auch zu Entscheidungen, die unterm Strich schlecht sind.
Im Alltag
Jemand überzieht sein Konto zu hohen Dispozinsen und lässt gleichzeitig Erspartes in einer kaum verzinsten „Urlaubskasse“ liegen, die er auf keinen Fall anrühren will.
Du gewinnst bei der Tombola im Büro 200 € und gibst alles für ein einziges schickes Abendessen aus, obwohl du nie so viel von deinem Gehalt für eine Mahlzeit ausgeben würdest.
Warum dein Kopf das tut
Unser Gehirn kommt mit kleinen, greifbaren Mengen gut zurecht, tut sich aber schwer mit großen Zahlen, Brüchen und Wahrscheinlichkeiten. Runden, Gruppieren und Etikettieren erlauben schnelle Entscheidungen, ohne dass wir rechnen müssen. Für die meisten Entscheidungen im Alltag reicht eine grobe Antwort.
Die Familie in 30 Sekunden: Einfachere Zahlen
Woran du es erkennst
Frag dich, ob du genauso entscheiden würdest, wenn das Geld von deinem normalen Gehalt käme.
Was dagegen hilft
Betrachte deine Finanzen als einen einzigen Topf, wenn du über größere Anschaffungen oder das Abzahlen von Schulden entscheidest.
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QuellenThaler (1985)·Wikipedia