Rezenzeffekt
Auf Englisch: Recency effect
Gedächtniseffekt
Die letzten Punkte einer Liste oder Abfolge behalten wir besser als die in der Mitte, meist weil sie noch frisch im Kurzzeitgedächtnis sind. Jüngste Ereignisse können in unseren Urteilen außerdem zu schwer wiegen.
Im Alltag
Im Jahresgespräch bewertet die Chefin ihren Mitarbeiter vor allem nach dem, was er in den letzten Wochen des Jahres geleistet hat.
Als dein Trainer fragt, welche der zwölf Übungen heute am härtesten war, fallen dir nur die letzten beiden ein.
Warum dein Kopf das tut
Wir können nicht jeden Moment eines Erlebnisses oder jeden Punkt einer Liste im Kopf behalten. Das Gehirn bewahrt ein paar herausragende Teile auf, etwa den intensivsten Moment, das Ende oder die ersten und letzten Punkte, und lässt sie für das Ganze stehen. So bleiben Erinnerungen kompakt und schnell abrufbar.
Die Familie in 30 Sekunden: Das Wesentliche
Worauf du achten kannst
Frag dich, ob dein Urteil vor allem auf dem beruht, was du zuletzt gesehen oder gehört hast.
Was du tun kannst
Geh vor einem Urteil deine Notizen aus dem gesamten Zeitraum durch, bei einer Leistungsbeurteilung zum Beispiel aus dem ganzen Jahr.
Gleiche Familie: Das Wesentliche
QuellenGlanzer & Cunitz (1966)·Wikipedia